Montag, Juni 17, 2019
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    Oculus Quest – Das VR Headset für jedermann?

    Die Oculus Quest ist das neuste VR Headset aus dem Hause Oculus. Es ist das erste autarke VR Headset welches mit einem vollwertigen 6 DoF Tracking für Headset und Controller daherkommt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten tut die Oculus Quest genau das was sie soll, und zwar und zwar Spaß beim VR spielen.

    Braucht man die Oculus Quest?

    Darüber gibt es sicherlich geteilte Meinungen. Wir sind der Meinung das sie die Lücke zwischen der Oculus Go und der Oculus Rift schließt. Sie ist zwar nicht für jeden etwas, wer aber keinen Anspruch auf die beste Grafik hat, der wird mit der Oculus Quest glücklich.

    Angetrieben wird sie von einem Qualcomm Snapdragon 835. Dieser sorgt dafür das das Bild mit 72 Hz auf die 1440 x 1600 Pixel pro Auge großen Displays kommt. Da wir hier keinen Intel I9 und einer NVIDIA RTX 2080 haben, müssen wir natürlich Abstriche bei der Grafik machen.

    Das Inside-Out Tracking funktioniert

    Im Gegensatz zur Oculus Go, verfügt die Oculus Quest nun über ein Inside-Out Tracking, welches dem eigentlichen Headset sowie den neuen beiden Touch Controllern ein 6 DoF Tracking ermöglicht. Nun habt ihr schon mehrmals 6 DoF Tracking gehört, aber was bedeutet das eigentlich? 6DoF bedeutet six degrees of freedom und bedeutet das sich ein Objekt in allen Achsen in einem dreidimensionalen Raum zurechtfindet.

    Die Oculus Go hat z. B. nur ein 3 DoF Tracking das bedeutet. Das lediglich die Dreh, Schwenk und Neig Bewegungen im Raum erfasst wird. Allerdings nicht ob das Headset nun einen Schritt nach vorne macht oder nach hinten.

    Hier kommt das 6 DoF Tracking der Oculus Quest ins Spiel. Wie auch bei der Oculus Rift S könnt ihr euch nun frei im realen Raum bewegen und ihr tut dies auch in der virtuellen Realität. Somit könnt ihr in real um Objekte herum gehen oder euch ducken. Dies ist mit einem 3 DoF Tracking nicht möglich.

    Das Ganze funktioniert nicht nur für das Headsets, sondern auch die beiden Touch Controller. Diese werden durch die vier Kameras die im Headset sich befinden erfasst und somit funktioniert hier auch das Tracking in den meisten Fällen ohne Probleme.

    Allerdings hat ein Inside-Out Tracking auch seine Nachteile, die man bedenken sollte.

    Nachteile vom Inside-Out Tracking

    Ja auch das groß gelobte Inside-Out Tracking hat Probleme. Das wissen wir eigentlich schon seit den Windows Mixed Reality Headsets. Man muss dazu sagen das Oculus das Tracking was wir aus den Windows Mixed Reality Headsets kennen noch einmal deutlich optimiert hat und eigentlich fast fehlerfrei arbeitet.

    Auf der Vorderseite der Oculus Quest befinden sich an jeder Ecke eine kleine Kamera, die zur Seite und nach vorne ihre Umgebung war nimmt. Dadurch wird ein großer Teil des Sichtfeldes abgedeckt allerdings nicht alles.

    Haltet ihr einen oder beide Touch Controller dicht vor eurem VR Headset wie man es eventuell bei Box VR macht, dann kann das Headset diese nicht erkennen und verliert das Tracking. Dies kann man super bei Box VR beobachten.

    Wenn man das allerdings weis, hält man die Controller einfach nicht so vor sich. Das wird in eigentlich den meisten Fällen das Problem schon beheben.

    Ein anderer Fall ist wenn ihr die Controller hinter euren Körper oder Kopf haltet. Hier verlieren die Controller erneut das Tracking. Aber auch diese Situation kommt nicht besonders oft vor.

    Zwar gibt es Spiele die mit Pfeil und Bogen gespielt werden und daher man einen Controller hinter den Kopf stecken muss um einen neuen Pfeil zu holen, hier nutzt die Oculus Quest allerdings die Sensoren die in den Controllern stecken um die Bewegungen zu berechnen. Bei schnellen Aktionen wie ein Pfeil holen, funktioniert das ohne Probleme und es kommt zu keinem Abbruch des Tracking. Lediglich bei langsamen Bewegungen haben wir das Problem.

    Spielzeit und eckige Augen?

    Zwei Displays, vier Kameras und starke Beanspruchung der CPU. Das alles spricht nicht für eine lange Akkulaufzeit der Oculus Quest. Da habt ihr vollkommen recht. Der Akku hält gut 2 Stunden und dann müsst ihr wieder aufladen.

    Allerdings beherrscht die Oculus Quest das gleichzeitige Nutzen und Aufladen. Somit könnt ihr das 3 Meter lange Kabel nutzen um dauerhaft an Strom zu hängen oder ihr schnappt euch eine Powerbank mit genügend Power und steckt euch diese in die Hose. Schon habt ihr deutlich längere Akkulaufzeit.

    Aber glaubt uns, wenn ihr 2 Stunden mit der Oculus Quest gespielt habt, solltet ihr eh eine Pause machen. Früher hat man ja immer gesagt, dass man nicht so nah vorm Fernseher sitzen soll sonst bekommt man ganz eckige Augen. Damals noch einen Meter Abstand gehabt, sind wir nun nur wenige cm vor den Displays mit unseren Augen.

    Daher immer an eine Pause denken. Eure Augen werden es euch danken 😉

    Bequem oder nicht bequem? Das ist hier die Frage

    Ob ein VR Headset bequem ist oder nicht, das kommt immer auf die Person, an die es tragen muss oder darf. Jeder Kopf ist ein bisschen anders. Daher kann sie bei einem ideal passen und bei einem anderen drückt sie.

    Mit 571 Gramm ist sie jetzt nicht besonders schwer, aber auch nicht besonders leicht. Daher merkt man Sie nach einer gewissen Zeit schon, allerdings ist das Kopfband recht bequem und auch die Polsterung legt sich gut an den Kopf an.

    Weiches und bequemes Gesichtspolster der Oculus Quest

    Hier gilt es einfach ausprobieren und eventuell auf VRCover auszuweichen. Diese bieten durch die dünnen/dicken Polsterungen noch einmal einen etwas anderen Tragekomfort als das originale Polster.

    Spiele, Spiele und noch einmal Spiele

    Die Oculus Quest eignet sich dank ihres Tracking natürlich ideal zum Spielen. Ihr braucht nicht noch einen 2000€ teuren Computer, sondern könnt vieles direkt mit der Quest spielen.

    Was das Tracking und Controller angeht, hier müsst ihr keine großen Abstriche mehr zu einem PC VR Headset machen. Lediglich die Rechenpower ist beschränkt, was sich hauptsächlich auf die Grafik einzelner Titel auswirkt.

    Wenn ein Titel aber exklusiv für die Oculus Quest entwickelt wird, könnt ihr sie eh nicht mit der PC Version vergleichen. Lediglich bei Titeln, die für beide Systeme verfügbar sind, lässt sich die Grafik vergleichen.

    Und ja wir müssen uns nichts vormachen. Die Grafik ist im Vergleich zu der PC Version schlechter. Allerdings ist der Unterschied nicht so groß, wie man vielleicht denken könnte. Die Entwickler haben sich bei den Portierungen viel einfallen lassen um die schwächere Rechenleistung der Oculus Quest zu kompensieren.

    So man die kleinen Tricks der Entwickler gut sieht, ist bei den anfangs Sequenzen von Drop Dead: Duel Strike. Nach dem ersten kleinen Kampf befindet ihr euch in der Basis und schaut Vater und Tochter zu. Vor euch befinden sich eine Reihe von Monitoren, die alle gestochen scharfes Bild zeigen. Schaut ihr aber mal nicht direkt drauf, sondern so dass sich die Monitore am Rand des Sichtfeldes befindet und dann nur mit den Augen drauf schaut, seht ihr das die Auflösung auf einmal deutlich geringer ist.

    Verschiedene Stufen des Renderings. Speziell oben Links in der Ecke.

    Genau diesen Trick nutzen viele Entwickler bei den Oculus Quest Titeln. Das Sichtfeld direkt vor euch wird in voller Auflösung gerendert. Lediglich der Rand, der sich nicht im direkten Sichtfeld befindet wird einfach schlechter gerendert. Dieser kleine aber effektive Trick spart einiges an Rechenpower ein und ermöglicht es das das Spiel erst einmal flüssig läuft und zum anderen, dass man die komplette Grafik vom Spiel etwas besser gestalten kann.

    Lautsprecher oder lieber Kopfhörer?

    Da lässt sich drüber streiten und kommt auch aufs Spiel drauf an. Möchte man die volle Immersion haben und spielt dabei z. B. Beat Saber oder schaut einen Film, dann kommt man im Kopfhörer nicht drum rum.

    3,5mm Klinkenbuchse auf beide Seiten für Kopfhörer

    Die eingebauten Lautsprecher sind gut und ermöglichen es das man alles mitbekommt, aber man trotzdem nicht komplett von der echten Welt abgeschottet ist. Zudem sind externe Kopfhörer wieder mehr Aufwand beim Aufsetzen und Absetzen zudem hat man immer ein Kabel was irgendwie stört.

    Probiert einfach beides aus und schaut was euch am besten gefällt. Das ist das Beste, was ich euch raten kann.

    Brauch ich unbedingt die Oculus Quest?

    Du brauchst definitiv die 128 GB Version der Oculus Quest und unbedingt musst sie über Amazon über einen der Links unten kaufen (Dann bekommen wir ein paar Euro) 😉

    Aber mal im Ernst. Die Frage ist so nicht einfach zu beantworten. Wer bisher eine Oculus Rift oder HTC Vive sein Eigen nennt und damit zufrieden ist, der braucht sicherlich keine Oculus Quest.

    Wer bisher allerdings nur eine Oculus Go hat und dort das fehlende Tracking bemängelt oder nur Beat Saber spielen möchte und es nervig findet den PC immer anzuwerfen, der sollte sich überlegen die Oculus Quest sich anzuschaffen.

    Der große Vorteil der Oculus Quest ist einfach das Tracking und das man keinen PC für den Betrieb braucht. Ein Smartphone für die Einrichtung und das war es. Der Rest läuft auf der Oculus Quest.

    Wie bei jedem Headset, schaut euch das Headset vorher an und probiert es aus. Erst wenn ihr der Meinung seid es gefällt euch, dann kauft es euch und habt viel Spaß damit.

    Fazit

    Das Fazit zur Oculus Quest ist gar nicht mal so einfach. Es gibt Vorteile und Nachteile, die für und gegen die Oculus Quest sprechen. Für uns ist klar wir werden uns die Oculus Quest holen, weil wir damit in Zukunft noch viele weitere Beiträge generieren werden.

    Würde ich hingegen sie uns nur für den Privatgebrauch kaufen, dann würde ich mir das überlegen. Ich besitze bereits eine Oculus Go und eine HTC Vive die kabellos ist. Daher brauche ich die Oculus Quest einfach nicht wirklich.

    Kurz gesagt: Wer ein einfaches VR Headset mit 6 DoF Tracking sucht und kein passenden PC hat, der wird mit der Quest mehr als glücklich.

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