Sonntag, August 18, 2019
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    Nintendo Labo VR-Kit im Test

    VR oder nicht VR das ist hier die Frage. Das hat sich auch Nintendo lange Zeit gefragt. Zum Release war die Hoffnung groß das die Nintendo Switch einen VR Modus besitzt. Die Ernüchterung war aber dann groß, als nichts gekommen ist. Nun 2 Jahre später scheint Nintendo sich die Frage beantwortet zu haben und hat mit dem Nintendo Labo VR Kit eine Möglichkeit auf den Markt gebracht, mit dem ihr eure Nintendo Switch in ein VR Headset verwandeln könnt.

    Da wir hier im Büro im Besitz einer Nintendo Switch sind, haben wir uns natürlich ein passendes Nintendo Labo VR Kit besorgt. Mangels Kinder die im entsprechenden Alter sind, haben wir kurzerhand selbst das Labo Kit zusammengebaut und getestet.

    Nur ein teures Cardboard?

    Wenn man wirklich nur das eigentliche VR Headset für die Switch sich anschaut, ja dann ist es wirklich ein teures Cardboard für die Switch. Allerdings ist bereits im Basispacket neben dem VR Headset noch ein weiteres Pappspielzeug dabei was es so nicht im Cardboard Universum gibt.

    Allerdings muss man sich nichts vormachen. Mit dem 720p Display welches bei 60-Hz läuft, werdet ihr nicht die VR Offenbarung haben. Allerdings muss man Nintendo zugestehen das Sie alles aus der Switch rausgeholt haben, was nur möglich ist. Gerade das Zubehör wie der Blaster, die Kamera oder auch der Elefant macht das VR Erlebnis trotz der schwächelnden Hardware zu einer interessanten Erfahrung.

    Will das Labo Kit die Nintendo Switch zu einem vollwertigen VR Headset machen?

    Wie bereits gesagt, verfügt die Nintendo Switch nur über ein 720p Display und daher versucht Nintendo auch erst gar nicht die Switch zu einem VR Headset zu machen, welches in Konkurrenz mit der HTC Vive oder Oculus Rift steht. Vielmehr setzt Nintendo darauf das Jung und Alt sich die Switch zusammen mit einem der 5 Module schnappen und dann ein paar Minuten Spaß damit verbringen.

    Daher verfügt keins der Module über eine Möglichkeit das ihr die Switch mit VR Headset an eurem Kopf befestigen könnt. Jedes der Module und auch das eigentliche VR Headset in die die Switch kommt, muss mit einer oder beiden Händen dauerhaft vor euren Augen gehalten werden. Das ihr dies nicht 3 Stunden am Stück macht, darauf zielt Nintendo ab und so funktionieren die Spiele auch.

    Daher ist es gar nicht, so dramatisch das wir hier nur von einer 720p Auflösung sprechen. Viel mehr hatte die erste Oculus Rift ja immerhin auch nicht.

    Nintendo Labo VR ist nicht zu teuer

    Klar schaut man sich jetzt den Preis von knapp 80€ für das Komplette Set an, dann mag das im ersten Moment viel erscheinen. Ihr müsst aber bedenken, dass ihr neben der reinen Spielzeit in VR auch noch den Bastelspaß vorher habt. Wir haben für den Aufbau aller 5 Module sowie das eigentliche VR Headset und noch 2 kleinere Module gute 5 Stunden gebraucht. Bedenkt man jetzt das Kinder höchstwahrscheinlich noch etwas länger brauchen und dann sicherlich noch einige Stunden Spielspaß innerhalb von VR verbringen, dann sind die 80€ nicht mehr wirklich viel.

    VR ohne richtige 6DoF Tracking ist kein VR

    Ob für ein immersives VR Erlebnis es unbedingt 6DoF Tracking benötigt wird, das muss jeder für sich entscheiden. Die Nintendo Switch mit dem Labo VR Kit, kommt größtenteils komplett ohne dieses Tracking aus.

    Die Spiele sind entsprechend darauf ausgelegt das kein Raum Tracking des VR Headsets oder der Controller notwendig ist. Lediglich die Kopfdrehungen werden genutzt.

    Nintendo Labo VR Kit – Elefant

    Eine Ausnahme macht das Elefanten Modul. Hier wird einer der Joy-Con Controller in den Rüssel eingelegt und ermöglicht es z. B. ein Pinsel innerhalb von VR mit einem 6DoF Tracking. Ermöglicht wird dies durch die kleine IR Kamera, die eine der Joy-Cons auf der Unterseite hat. In Kombination mit den reflektierenden Punkten am Elefantenkopf, lässt sich ein 6DoF Tracking ermöglichen.

    Was erst einmal nach einer Lösung anhört die nicht funktionieren kann, der wird sich wundern. Das Tracking ist recht genau und gibt auch keine größeren Probleme mit abdriften. Wir haben schon deutlich schlechteres Tracking gesehen (*hust* PSVR)

    Fazit

    Sicherlich ist das Nintendo Labo VR Kit nicht für den Hardcore Gamer der jetzt mit seiner Nintendo Switch hofft die neusten AAA-Titel spielen zu können. Dafür ist es auch gar nicht gedacht.

    Viel mehr ist es ein spielerischer Einstieg in die Welt von VR und das macht überraschend auch gut. Wenn Nintendo das Konzept weiter verfolgt und für den Nachfolger der Switch ein verbessertes System herausbringt, könnte es eine ernste Konkurrenz für bestehende VR Headsets wie die PlayStation VR werden.

    Bisher könnt ihr selbst oder eure Kinder mit dem Labo VR Set ein unterhaltsames und spannendes Wochenende verbringen.

    Für viele Fans von Mario und Zelda könnte zudem der 26. April interessant werden. Hier veröffentlicht Nintendo für Zelda Breath of the Wild und Super Mario Odyssey ein kostenloses Update, um das komplette Spiel oder Teile davon mit dem Labo VR Set spielen zu können.

    Nintendo Labo: VR-Set - [Nintendo ...

    Preis: 99,99 €


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